Öle und Fette

Omega-6- & Omega-3-Fettsäuren

Öle und Fette

Ist Kürbiskernöl gesundheitsschädigend, weil es zu wenig Omega-3-Fettsäuren enthält? Woran du gesundes und weniger gesundes Öl erkennst.

Öl kann Gift und Segen sein, wie Markus Metka, der Präsident der Österreichischen Anti-Aging-Gesellschaft in der Tageszeitung Die Presse erklärt. Wenn man bedenkt, dass wir Österreicher zu 80% Sonnenblumen- und Maiskeimöl verwenden, hat er völlig recht!
Beide Öle enthalten einen überproportionalen Anteil an Omega-6-Fettsäuren. Diese wirken im Übermaß stark entzündungsfördernd und begünstigen damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Schlaganfall, Arthritis und Diabetes.

Dass der Anteil an Omega-6-Fettsäuren in unserer Ernährung stark überwiegt, liegt aber auch daran, dass die meisten Öle in der raffinierten Form wesentlich günstiger erhältlich sind. Raffination bedeutet Heißpressung. So wird in erster Linie die Haltbarkeit verlängert. Die wichtigen Omega-3-Fettsäuren sind allerdings sehr temperaturempflindlich und überstehen diese Prozedur nicht. Vitamine übrigens auch nicht.

Schutzwirkung von Omega-3-Fettsäuren

Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind entzündungs-hemmend. Sie schützen die Organe, besonders das Hirn und senken den Blutdruck. Omega-3-Fettsäuren wirken sich auch positiv auf die Blutfettwerte aus. Sie senken die Triglyzeride und die LDL-Cholesterinwerte und erhöhen gleichzeitig HDL.

Fettsäurenverhältnis Omega-6 zu Omega-3

Die WHO empfiehlt ein Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren von 5 : 1 in der Ernährung. Die Realität sieht allerdings ganz anders aus. Lagen wir in der Steinzeit noch bei einem Verhältnis von 1 : 1, schlagen wir heute mit satten 20:1 zu.

[caption id="attachment_4158" align="aligncenter" width="430"]Verhältnis Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren

Fleisch, Fisch und Milchprodukte haben wir in der Tabelle bewusst ausgeklammert, da hier die Haltung und Fütterung einen zu großen Einfluss auf den Quotienten hat.
Fleisch von Wildtieren und wildgefangener Fisch enthalten einen wesentlich höheren Anteil an Omega-3-Fettsäuren.

Vereinfacht gesagt: Je mehr Getreide / Soja das Tier frisst, je „technologisierter“ die Haltung, desto mehr Entzündung entstehen beim Konsumenten.

Erkennungsmerkmale für hochwertiges Öl

Öl muss kaltgepresst sein und die Flasche dunkel. Omega-3-Fettsäuren sind nämlich temperatur- und lichtempfindlich. Steht weder „kaltgepresst“, noch „extra nativ“ auf der Flasche, ist das Öl raffiniert und somit wertlos.
Hochwertiges Öl hat seinen Preis. Bis zu 40 Euro für einen Liter sind nicht ungewöhnlich.
Leinöl sollte zusätzlich im Kühlregal stehen. Tut es das nicht, wurde es mit Wasserdampf behandelt und ist trotz Kaltpressung wertlos.
Aufs Mindesthaltbarkeitsdatum und Herstellungsdatum achten – je kürzer die Spanne zwischen den beiden, desto hochwertiger ist das Öl.

Lagerung

Omega-3-Fettsäuren „mögen“ es kühl und dunkel im Kühlschrank. Sobald die Flasche angebrochen ist, sollte man das Öl so schnell wie möglich aufbrauchen.
Ranziges Öl sollte man sofort entsorgen. Bei Leinöl macht sich das durch einen bitteren Geschmack bemerkbar.

Verwendung

Hochwertige Öle verwendet man am besten kalt.
Zum Kochen und Braten eigenen sich gesättigte Fette, wie Kokosöl, Butterreinfett (wesentlich höherer Rauchpunkt als Butter), aber auch Olivenöl oder Rapsöl.

Welches Öl/Fett für welchen Zweck

leinoel-omega-3-revolution-fitness-graz

Auch wenn Sonnenblumen-, Maiskeim-, Kürbiskernöl und Co einen „schlechten“ Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren-Quotienten haben, spricht dennoch nichts dagegen, sie gelegentlich zu verwenden. Damit das Verhältnis in Balance bleibt, sollte man sie allerdings nicht täglich konsumieren, oder mit Leinöl aufwerten.

Zurück

Spaß beim Personal Group Training im Park

Close
Teste unser Personal Grouptraining

Dein individueller Weg zum Besten Ich.

Um unseren Service verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Informationen zu Cookies und deren Deaktivierung erhalten Sie in unserer Datenschutzrichtlinie. Weiterlesen …